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Mit dem Halbmarathon in Oberglatt am Sonntag ging mein
"Halbmarathon-Training" zu Ende und ich werde nun auch wieder zur
OL-Läuferin.
Das Halbmarathonprojekt sollte mir in diesem Winter vor allem neue
Varianten ins Wintertraining bringen. Neu war auch, im März bereits ein
Ziel vor Augen zu haben, dies nicht im OL sondern im Laufbereich. Die
OL-Saison wird nachher noch lang genug werden.
Im Wintertraining änderten sich vor allem die schnellen Trainings. Es
wurden mehr aber dafür immer nur knapp unter meinem Schwellentempo (ca.
4min/km). Mit nur zwei schnelleren Intervalltrainings, der Cross-SM und
dem Reusslauf wollte ich so meine Form am Halbmarathon testen. Der Lauf
in Oberglatt, von den Virgin-Runners mit viel Liebe top organisiert, ist
ein super Anlass. Mit nur 400 Läufern war kein riesiges Feld unterwegs
und so war ich darauf gefasst, schon ziemlich bald alleine zu sein. Am
Sonntag war natürlich auch in Oberglatt herrliches Wetter, nur der böige
Wind machte mir zu schaffen. So war es dann wirklich nach 4 km wie
erwartet. Ich musste eine Gruppe vor mir ziehen lassen, die mir ein
wenig zu schnell war, und lief alleine weiter. Ich hatte mir
vorgenommen, nicht zu schnell zu starten, und wollte mich nun auch daran
halten. So kam ich dann ganz gut bis zum 11ten Kilometer in meinem
angestrebten Tempo von 3.55min/km. Doch dann wurde es immer mehr ein
Kampf alleine gegen den Wind. Bei jeder Kilometertafel überlegte ich
mir, ob ich auf die Uhr schauen soll oder nicht. Ich tat es doch immer
und war immer froh, wenn ich den Viererschnitt noch fast halten konnte.
So konnte ich mich auch immer wieder von Kilometer zu Kilometer puschen.
Der 19te Kilometer war eine spezielle Herausforderung. Mit zuerst einer
Strassenüberführung und dann gleich noch zwei Unterführungen war es ein
richtiger Rhytmusbrecher. Ich hatte das Gefühl, an einem riesigen Berg
zu stehen. Meine Beine waren nicht mehr fähig von flach auf steigend zu
wechseln. So zog dann die zweite Frau (die erste war wohl schon fast im
Ziel..) wieder weiter weg, obwohl ich ihr vorher immer näher kam und es
noch nicht aufgegeben hatte, sie noch einzuholen. So kam ich als dritte
mit 1.24.49 ins Ziel. Die Zeit ist nicht super im Vergleich mit meiner
Bestzeit von 1.22. Mit Wind und alleine laufend aber wohl mehr wert, als
es auf den ersten Blick scheint. Mit nur wenigen und kurzen
Wettkämpfen waren die Voraussetzungen ganz anders, als ich sie an meinen
bisher immer im Herbst gelaufenen Halbmarathons hatte. Für mich war es
ein zufrieden stellender Abschluss einer ersten langen Trainingsphase.
Nun wird es noch ein paar Woche eher im Ausdauerbereich weitergehen. Ab
sofort bin ich aber wieder OL-Läuferin und werde meine O-Technik mit
Kartentrainings und OL-Wettkämpfen wieder auffrischen und verbessern.
Los geht es bereits am Donnerstag mit einem kurzen Trainingslager im
Tessin.
Alles zum Halbmarathon in Oberglatt unter
www.21km.ch
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