Argus Spitzensport
Sara Gemperle - ein spezielles Wochenende

06.03.2006

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Ein spezielles Wochenende

Das Wochenende vom 4. und 5. März hat neben meinem Geburtstag noch andere spezielle Sachen zu bieten. Dazu gehörten ein OL im Schnee an einem Ort wo es auch schon mindestens 35 Grad wämer war an einem anderen Wettkampf, ein eingeschneites Seetal und eine matschige Cross-SM.
Aber alles der Reihe nach. Da wir am Freitag unsere Diashow in Winterthur zeigten, nutzten Eline und ich die Chance, und übernachteten bei Karin. Am Morgen verliess sie bereits sehr früh die Wohnung um die Posten für den Winterthurer-OL zu setzten. Die Zeit, um für das Geburtstagskind und Eline ein feines Frühstück auf den Tisch zu stellen, blieb trotzdem. So stärkten wir uns erst mal ausgiebig und machten uns dann zuerst auf zu einer kurzen Einkaufstour in Winterhur. Unterdessen schneite es schon kräftig. Fast als erste startete ich dann zum Winterthurer-OL im Eschenberg. Es war meine erste Begegnung mit dem WM-Wald von 2003. Die äusserlichen Bedingungen hätten nicht unterschiedlicher sein können. Nach den heissen 35 Grad an der WM schneite es diesmal kräftig und war dementsprechend kalt. Es war ein spezielles Erlebnis. Die Spuren der Postensetzter waren bereits wieder zugeschneit und in den verschneiten Bäumen sah man nicht mehr weit. So musste der Kompass seine Arbeit gut verrichten um die Posten ohne Fehler zu finden. Beim Posten musste ich als erstes den Schnee von der Einheit wischen um überhaupt zu sehen, ob es der richtige ist. Jedes mal, wenn ich durch ein Dickicht lief, sah ich wohl aus wie ein Schneemann und musste zuerst wieder eine Weile ohne Bekanntschaft mit verschneiten Büschen rennen, um warm zu bekommen. Ein lustiges Erlebnis war es und sicher auch ein gutes OL-Training. In der Festbeiz erwartete mich dann ein sehr feiner Geburtstagskuchen, dafür nochmals ein herzliches Dankeschön an die OLC Winterthur!
Wir schafften es dann auch noch nach Hause, bevor das grosse Schneechaos ausbrach. Am Sonntag mussten wir uns dann zuerst einmal freischaufeln. Nicht gerade sehr erfreut hörte ich im Radio, dass der Zug nach Lenzburg nicht mehr fuhr. Ich sollte mich ja schon bald auf den Weg machen nach Genf an die Cross-SM. Mein Auto rechtzeitig auszugraben und vor allem auf diesen Strassen herumfahren kam nicht in Frage, so hoffte ich einfach, dass es der Bahnersatzbus auch pünktlich nach Lenzburg schafft. Es klappte dann jedenfalls alles bis nach Genf und mit Hilfe eines Taxis schafften wir es auch noch ohne längere Wartezeit (bis der Gratis-Pendelbus wieder fahren würde) bis zum Sportzentrum.
Als ich dort ankam, war ich gar nicht erfreut über die Strecke. Tiefer Matsch und teilweise stehendes Wasser bildeten der Hauptteil der Strecke. Für mich war das wohl nicht ideal, aber da ich ja noch nie ein Cross lief, ging ich guten Mutes an den Start. Schon bald merkte ich dann, dass es wirklich nicht mein Terrain war. Ich kam mit dem Matsch nicht zurecht und hätte nach zwei der 8 Runden am liebsten aufgegeben. Doch da sagte ich mir, dass ich dafür nicht bis nach Genf gefahren bin. So wurde für mich aus der Cross-SM ein mentales Training. Ich versuchte mich mit allen Tricks wieder aufzumuntern und das Positive zu sehen (im Zug hatte ich zuvor gerade ein paar Stunden Zeit, um mein Buch über mentales Training zu lesen!). Das einzig positive war dann eigentlich aber nur, dass ich mich durchgebissen habe. Sonst war es doch eher ein Frust. Harter Boden liegt mir jedenfalls sicher besser....
So waren der Kampf gegen Schnee und Matsch ziemlich unterschiedlich ausgegangen. Der Schneemann von Eline sah jedenfalls besser aus als ich nach den 8 km im Matsch!!!


                                         
Fotos: Sara Gemperle/ Matthias Niggli

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