Biofarm-Cup-Final
Mit dem Biofarm-Cup-Final ist die Saison 2007 nun vorbei. Es war ein
schöner Abschluss und das Wetter gab sich alle Mühe, dass ich bereits
ans bevorstehende Wintertraining erinnert wurde. Doch trotz Schneefall
und kalten Temperaturen, für mich lohnte sich der Ausflug in die
Ostschweiz.
Ich freute mich auf diesen letzten Wettkampf und hoffte, dass ich über
die lange Distanz von meiner immer noch guten Basis zehren konnte. Mein
Teil kam aber erst ganz am Schluss, das Labyrinth. Aber alles der Reihe
nach. In der Woche vorher musste ich nach zwei Lauftrainings aufs Bike
umsteigen, ich hatte zu starken Muskelkater in den Oberschenkeln. So
konnte ich immerhin die letzten noch recht warmen Herbsttage richtig
geniessen. Bis am Sonntag hatten sich meine Beine dann auch wirklich
wieder erholt.
Dich eingepackt machte ich mich auf den Weg zum Start. Gemeinsam mit Lea
ging es dann los, zuerst auf zwei Schlaufen. Ich erwischte den Anfang
der ersten Schlaufe nicht wirklich gut, was noch nicht konzentriert
unterwegs. Die zweite Schlaufe ging dann etwas besser, bis ich mich zu
Posten 9 von den verschiedenen Grünstufen verunsichern liess und
ziemlich im Zick-Zack lief. Am Ende der beiden Schlaufen waren Lea und
ich wieder gemeinsam beim Sammelposten und von hinten kam Martina
ebenfalls gerade dort an. Da ich die Route zu 12 nicht ganz ideal
erwischte musste ich mich bereits abhängen lassen. Läuferisch hatte ich
doch sehr zu kämpfen, trotzdem versuchte ich zum Sammelposten des
Schmetterlings wieder heranzukommen. Das gelang mir nicht ganz, ich
konnte aber immerhin noch verfolgen, wer auf welche Schlaufe loslief,
doch dann verlor ich Martina aus den Augen und spürte, dass nun der
Hammermann auf dem Vormarsch war. Ich war froh um die Verpflegung bei
Posten 15, auch wenn der grössere Teil meines Liquid Energys auf der
Karte, am Kompass und an meinen Händen klebte. Irgendwie überstand ich
dann die zwei Schmetterlingsrunden und konnte von den Fehlern der
anderen profitieren. Unterdessen hatte auch Simone zu uns aufgeschlossen
und andere Läuferinnen wurden von uns eingeholt. Ich war dann weiterhin
hinten am Tram am hängen. Bei Posten 24 entschied ich mich für eine
Alternativroute und lief alleine rechts herum zu 25. Ich schaffte es
damit, die Lücke wieder etwas kleiner zu machen und spürte, dass ich
nicht alleine am kämpfen war und noch eine Chance bestand, mich nach
vorne zu arbeiten. So kamen wir fast in einer Einerkolonne zum Start des
Labyrinths. Spannend wurde es da natürlich vor allem zwischen Lea und
mir, da wir ja gemeinsam gestartet waren. Zwei Sekunden hinter Lea
packte ich meine Karte und los gings. Ich hatte das ganze ziemlich
schnell im Griff und konnte Lea schon am Anfang überholen. Zum dritten
Posten erwischte ich dann nicht die ideale Route, doch zum Glück folgte
Lea mir und so blieb ich weiterhin vorne. Diesen kleinen Vorsprung
konnte ich bis ins Ziel retten und so trennten uns nach 74 Minuten
Laufzeit nur 2 Sekunden.
Es war eine spannende Erfahrung, nach einem langen Lauf in einem
Labyrinth im Kopf nochmals voll gefordert zu werden. Die schnell zu
fällenden Routenentscheidungen sind wohl am ehesten mit einem
Stadtsprint zu vergleichen.
Im ganzen landete ich auf dem dritten Rang, im Labyrinth war ich sogar
am schnellsten unterwegs, sicher auch dank dem direkten Zweikampf mit
Lea. Im Biofarm-Gesamtklassement blieb ich auf dem vierten Rang.
Alles in allem also ein gelungener Abschluss einer doch eher
enttäuschenden Saison.
Nun freue ich mich auf meine neuen Aufgaben als Chef Nachwuchs im SOLV.
Am Freitag geht es dafür los mit der Klausurtagung aller Trainer der
Elite und Junioren.
Karte 1. und 2. Schlaufe
Karte Mittelteil
Karte Labyrinth
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