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Sara Gemperle - Biofarm-Cup-Final

22.10.2007

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Biofarm-Cup-Final

Mit dem Biofarm-Cup-Final ist die Saison 2007 nun vorbei. Es war ein schöner Abschluss und das Wetter gab sich alle Mühe, dass ich bereits ans bevorstehende Wintertraining erinnert wurde. Doch trotz Schneefall und kalten Temperaturen, für mich lohnte sich der Ausflug in die Ostschweiz.

Ich freute mich auf diesen letzten Wettkampf und hoffte, dass ich über die lange Distanz von meiner immer noch guten Basis zehren konnte. Mein Teil kam aber erst ganz am Schluss, das Labyrinth. Aber alles der Reihe nach. In der Woche vorher musste ich nach zwei Lauftrainings aufs Bike umsteigen, ich hatte zu starken Muskelkater in den Oberschenkeln. So konnte ich immerhin die letzten noch recht warmen Herbsttage richtig geniessen. Bis am Sonntag hatten sich meine Beine dann auch wirklich wieder erholt.
Dich eingepackt machte ich mich auf den Weg zum Start. Gemeinsam mit Lea ging es dann los, zuerst auf zwei Schlaufen. Ich erwischte den Anfang der ersten Schlaufe nicht wirklich gut, was noch nicht konzentriert unterwegs. Die zweite Schlaufe ging dann etwas besser, bis ich mich zu Posten 9 von den verschiedenen Grünstufen verunsichern liess und ziemlich im Zick-Zack lief. Am Ende der beiden Schlaufen waren Lea und ich wieder gemeinsam beim Sammelposten und von hinten kam Martina ebenfalls gerade dort an. Da ich die Route zu 12 nicht ganz ideal erwischte musste ich mich bereits abhängen lassen. Läuferisch hatte ich doch sehr zu kämpfen, trotzdem versuchte ich zum Sammelposten des Schmetterlings wieder heranzukommen. Das gelang mir nicht ganz, ich konnte aber immerhin noch verfolgen, wer auf welche Schlaufe loslief, doch dann verlor ich Martina aus den Augen und spürte, dass nun der Hammermann auf dem Vormarsch war. Ich war froh um die Verpflegung bei Posten 15, auch wenn der grössere Teil meines Liquid Energys auf der Karte, am Kompass und an meinen Händen klebte. Irgendwie überstand ich dann die zwei Schmetterlingsrunden und konnte von den Fehlern der anderen profitieren. Unterdessen hatte auch Simone zu uns aufgeschlossen und andere Läuferinnen wurden von uns eingeholt. Ich war dann weiterhin hinten am Tram am hängen. Bei Posten 24 entschied ich mich für eine Alternativroute und lief alleine rechts herum zu 25. Ich schaffte es damit, die Lücke wieder etwas kleiner zu machen und spürte, dass ich nicht alleine am kämpfen war und noch eine Chance bestand, mich nach vorne zu arbeiten. So kamen wir fast in einer Einerkolonne zum Start des Labyrinths. Spannend wurde es da natürlich vor allem zwischen Lea und mir, da wir ja gemeinsam gestartet waren. Zwei Sekunden hinter Lea packte ich meine Karte und los gings. Ich hatte das ganze ziemlich schnell im Griff und konnte Lea schon am Anfang überholen. Zum dritten Posten erwischte ich dann nicht die ideale Route, doch zum Glück folgte Lea mir und so blieb ich weiterhin vorne. Diesen kleinen Vorsprung konnte ich bis ins Ziel retten und so trennten uns nach 74 Minuten Laufzeit nur 2 Sekunden.
Es war eine spannende Erfahrung, nach einem langen Lauf in einem Labyrinth im Kopf nochmals voll gefordert zu werden. Die schnell zu fällenden Routenentscheidungen sind wohl am ehesten mit einem Stadtsprint zu vergleichen.
Im ganzen landete ich auf dem dritten Rang, im Labyrinth war ich sogar am schnellsten unterwegs, sicher auch dank dem direkten Zweikampf mit Lea. Im Biofarm-Gesamtklassement blieb ich auf dem vierten Rang.
Alles in allem also ein gelungener Abschluss einer doch eher enttäuschenden Saison.
Nun freue ich mich auf meine neuen Aufgaben als Chef Nachwuchs im SOLV. Am Freitag geht es dafür los mit der Klausurtagung aller Trainer der Elite und Junioren.

Karte 1. und 2. Schlaufe
Karte Mittelteil
Karte Labyrinth
 

 

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