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Sara Gemperle - Elitserien Boafalls Backe

23.04.2007

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Elitserien Boafalls Backe

Seit bald einer Woche bin ich nun in Schweden. Nach einer kurzen Angewöhnung an das schwedische Gelände startete ich am Wochenende bei zwei Wettkämpfen der Elitserien.
Seit der WM 2004 war ich nicht mehr im schwedischen Gelände unterwegs. Das zeigte sich auch in meinen technischen und motorischen Fähigkeiten. Mit den vielen Steinen am Boden und den generalisierten Karten hatte ich so meine Mühe. Nach einem Tiomila-Training in Borlänge und einem weiteren Kartentraining ohne Posten war ich für die Wettkämpfe am Wochenende natürlich noch alles andere als gut vorbereitet.
Nach einer 7-stündigen Autofahrt ganz in den Süden hatte sich auch das Gelände wieder geändert. Selbst für Schweden soll es da schwierig sein, in diesem eher steilen und sehr steinigen Gelände.
So startete ich am Samstag eher vorsichtig zur Langdistanz. Mit einer Sicherheitsroute und trotzdem noch einem Postenraumfehler landete ich beim ersten Posten. Doch dann war es auch schon bald vorbei mit vorsichtig einsteigen. Zwischen Posten 3 und 7 gab es kein Wahl mehr, ich musste mich durchs grüne kämpfen und die Posten finden.

Kartenausschnitt vergrössert

Bei 7 wurde der Fehler dann leider etwas grösser, doch ich war ganz zufrieden, wie ich diesen schwierigen Teil meisterte. Auf der langen Route mehrheitlich auf Wegen zum 8ten Posten konnte ich meinen Kopf etwas ruhen lassen und war dann bereit für den zweiten Teil.
Es klappte dann auch immer besser und ich fühlte mich langsam sicher. Zu sicher??? Beim drittletzten Posten kam dann doch noch der "Riesenbock". Im Nachhinein kann ich mich nicht mehr erinnern, wo ich wirklich war. Ich kann mich aber sehr gut erinnern, dass ich den Weg verlassen habe, ohne genau sicher zu sein wo. Der beste Anfang für eine 5minütige Suchaktion!! und eigentlich ein unverzeihlicher Fehler.
So kam ich dann doch eher frustriert ins Ziel. Die Rangliste zeigte dann, dass ich ohne diesen grossen Fehler in den ersten 15 wäre, so war ich dann eben nur 30igste. Der einzige Aufsteller war, dass es auch die eine oder andere gute Schwedin auf die hintersten Plätze verschlagen hatte....auch ihnen unterlaufen hier manchmal grosse Fehler.
Am Sonntag über die Mitteldistanz startete ich immer noch eher vorsichtig. Zum dritten Posten erwischte ich dann nicht ganz die ideale Route. Ich lief zu tief und erwischte eine ganz schlechte Passage mit vielen Sturmschäden durch das Dickicht. So holte mich dann bereits beim vierten Posten Lina Bäckström, die hinter mit gestartete Läuferin, auf. Für mich war das aber ganz gut, konnte ich so doch mal sehen, wie man in diesem Gelände läuft. So ging dann alles etwas leichter bis zu Posten 8. Dann sahen wir leider beide die schnellste Route auf den unteren Weg nicht. Ich lief dann alleine rechts vom Strich auf den oberen Weg während Lina weiter links um den Hügel herumlief. Bei Posten 9 waren wir aber wieder gemeinsam dort. Bis ins Ziel versuchte ich dann ihr zu folgen, was mir aber immer mehr Mühe bereitete. Doch zum Glück war die Sicht im Schlussteil sehr gut, und ich konnte trotz grösser werdendem Rückstand immer noch von ihr profitieren. So fand ich mich diesmal auf der Rangliste als 17., etwa am momentan richtigen Ort. Schade nur, dass ich diesmal bei den Routenwahlen versagte, was sonst ja doch eher meine Stärke ist.

Kartenausschnitt vergrössert

Nun wohne ich bis am Freitag in meinem eigenen kleinen schwedischen Häuschen in Plintsberg mit super Aussicht auf den Silijan-See bei Britt-Mari und Ake Dalin. Dann geht es los nach Eskilstuna zuerst an den Elitserien-Sprint im Zoo und am Samstag an die Tiomila.

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