Elitserien Boafalls Backe
Seit bald einer Woche bin ich nun in Schweden. Nach einer kurzen
Angewöhnung an das schwedische Gelände startete ich am Wochenende bei zwei
Wettkämpfen der Elitserien.
Seit der WM 2004 war ich nicht mehr im schwedischen Gelände unterwegs.
Das zeigte sich auch in meinen technischen und motorischen Fähigkeiten.
Mit den vielen Steinen am Boden und den generalisierten Karten hatte ich
so meine Mühe. Nach einem Tiomila-Training in Borlänge und einem
weiteren Kartentraining ohne Posten war ich für die Wettkämpfe am
Wochenende natürlich noch alles andere als gut vorbereitet.
Nach einer 7-stündigen Autofahrt ganz in den Süden hatte sich auch das
Gelände wieder geändert. Selbst für Schweden soll es da schwierig sein,
in diesem eher steilen und sehr steinigen Gelände.
So startete ich am Samstag eher vorsichtig zur Langdistanz. Mit einer
Sicherheitsroute und trotzdem noch einem Postenraumfehler landete ich
beim ersten Posten. Doch dann war es auch schon bald vorbei mit
vorsichtig einsteigen. Zwischen Posten 3 und 7 gab es kein Wahl mehr,
ich musste mich durchs grüne kämpfen und die Posten finden.

Kartenausschnitt vergrössert
Bei 7 wurde der Fehler dann leider etwas grösser, doch ich war ganz
zufrieden, wie ich diesen schwierigen Teil meisterte. Auf der langen
Route mehrheitlich auf Wegen zum 8ten Posten konnte ich meinen Kopf
etwas ruhen lassen und war dann bereit für den zweiten Teil.
Es klappte dann auch immer besser und ich fühlte mich langsam sicher. Zu
sicher??? Beim drittletzten Posten kam dann doch noch der "Riesenbock".
Im Nachhinein kann ich mich nicht mehr erinnern, wo ich wirklich war.
Ich kann mich aber sehr gut erinnern, dass ich den Weg verlassen habe,
ohne genau sicher zu sein wo. Der beste Anfang für eine 5minütige
Suchaktion!! und eigentlich ein unverzeihlicher Fehler.
So kam ich dann doch eher frustriert ins Ziel. Die Rangliste zeigte
dann, dass ich ohne diesen grossen Fehler in den ersten 15 wäre, so war
ich dann eben nur 30igste. Der einzige Aufsteller war, dass es auch die
eine oder andere gute Schwedin auf die hintersten Plätze verschlagen
hatte....auch ihnen unterlaufen hier manchmal grosse Fehler.
Am Sonntag über die Mitteldistanz startete ich immer noch eher
vorsichtig. Zum dritten Posten erwischte ich dann nicht ganz die ideale
Route. Ich lief zu tief und erwischte eine ganz schlechte Passage mit
vielen Sturmschäden durch das Dickicht. So holte mich dann bereits beim
vierten Posten Lina Bäckström, die hinter mit gestartete Läuferin, auf.
Für mich war das aber ganz gut, konnte ich so doch mal sehen, wie man in
diesem Gelände läuft. So ging dann alles etwas leichter bis zu Posten 8.
Dann sahen wir leider beide die schnellste Route auf den unteren Weg
nicht. Ich lief dann alleine rechts vom Strich auf den oberen Weg
während Lina weiter links um den Hügel herumlief. Bei Posten 9 waren wir
aber wieder gemeinsam dort. Bis ins Ziel versuchte ich dann ihr zu
folgen, was mir aber immer mehr Mühe bereitete. Doch zum Glück war die
Sicht im Schlussteil sehr gut, und ich konnte trotz grösser werdendem
Rückstand immer noch von ihr profitieren. So fand ich mich diesmal auf
der Rangliste als 17., etwa am momentan richtigen Ort. Schade nur, dass
ich diesmal bei den Routenwahlen versagte, was sonst ja doch eher meine
Stärke ist.

Kartenausschnitt vergrössert
Nun wohne ich bis am Freitag in meinem eigenen kleinen schwedischen
Häuschen in Plintsberg mit super Aussicht auf den Silijan-See bei
Britt-Mari und Ake Dalin. Dann geht es los nach Eskilstuna zuerst an den
Elitserien-Sprint im Zoo und am Samstag an die Tiomila.

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