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Sara Gemperle - Venla-Jukola

22.06.2006

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Venla - Jukola

Genau eine Woche nach dem Trainingslager in Dänemark bin ich bereits wieder unterwegs, diesmal nach Finnland. Das Ziel meiner Reise ist die Venla-Staffel. Zuvor bleiben ein paar Tage Zeit, um das finnische Gelände besser in den Griff zu bekommen.
Finnland konnte mich noch nie wirklich begeistern. Das lag wohl mehr daran, dass ich es technisch nicht im Griff hatte, als am Gelände selbst. Diesmal ging es mir am Anfang nicht besser. Beim ersten Training und auch an den Forssa Games fand ich kaum einen Posten auf Anhieb. Doch es ging von Tag zu Tag besser.
So war ich bis am Samstag ziemlich gut gerüstet für die Schlussstrecke der Venla-Staffel. Als orienteering.ch-Team starteten Caro, Fränä, Karin und ich zum Abenteuer Venla mit 870 anderen Teams. Caro legte einen super Start hin. Zum ersten mal in einer solchen Staffel auf dem Start und gleich als sechste zurück. Wir anderen staunten schon fast ein wenig. Fränä auf der zweiten Strecke war in der Spitze dabei bis ihr ein ärgerlicher Fehler unterlief. Karin machte ihre Sache ebenfalls gut und schickte mich als 45igste auf den Schluss. Ich war sehr erstaunt, dass es um mich herum lauter bekannte Namen hatte, das motivierte mich aber, mit diesen mitzulaufen. Ich erwischte einen guten Start und versuchte von den anderen Schlussläuferinnen zu profitieren. Das war aber alles andere als einfach, da noch so viele Läuferinnen der Strecken zuvor unterwegs waren. "Trämle" wurde dadurch fast unmöglich. Bis zu Posten sieben ging alles ganz gut und ich sah immer wieder etwa die gleichen um mich herum. Doch dann kam mein grosser Fehler, den ich eigentlich unbedingt verhindern wollte. Ich war genau richtig zu meinem achten Posten (170) unterwegs, doch dass ein anderen Posten (113) nur ganz knapp vor meinem stand, damit habe ich nicht gerechnet. Dann hat der fast endlose Bandwurm mit Auffangen bei einem falschen Posten, doch nicht richtig, Auffangen beim nächsten Posten usw. angefangen. Nach vier Minuten herumkreisen habe ich es dann doch noch geschafft. Nur waren nun leider die Läuferinnen, die ich vorher immer sah weg und ich kämpfte mich alleine bis ins Ziel durch. Als 37. kam ich dort an und wenn uns vorher jemand gefragt hätte, wir wären damit sicher zufrieden gewesen.....jetzt muss ich sagen, es wäre mehr möglich gewesen...

>>>>Laufkarte Venla


Für mich war dann das Abenteuer noch nicht zu Ende sondern ging mit der Jukola weiter. Im Team der OLC Winterthur 2 werde ich mich am frühen Morgen auf die 5. Strecke machen, da einer ihrer Läufer verletzt ist. So legte ich mich nach dem Start der Männer um 23 Uhr ins Militärzelt um ein paar Stündchen zu schlafen. Unser Zelt in der ersten Reihe hatte ja eine super Lage, alles war Nahe, doch mit dem Speaker als Unterhaltung, lässt es sich nicht sehr gut schlafen. So kroch ich kurz nach vier aus dem Schlafsack. Mit ein paar Nutella-Knäckis im Bauch ging es dann vor sieben Uhr los. Es war schon noch speziell im Warteraum mit hunderten von Männern und wohl etwa zwei bis drei Frauen zu sein. Die einen waren wie die wilden am Einlaufen, andere dehnten so kräftig, dass fast der Gartenzaun zusammenklappte und nochmals andere sowie auch ich standen gähnend dort und sahen zu, bis unsere Läufer kamen. Im Wald lief es mir dann technisch richtig gut. Ich überholte Mann um Mann und genoss mein "Frühmorgen-Training" in vollen Zügen.
So kam ich in diesen fünf Tagen Finnland zu richtig vielen Trainings und Wettkämpfen. Es war eine tolle Zeit, mit super Wetter und einem lässigen Reisegrüppli der OLC Winterthur.   
 

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