Argus Spitzensport
Sara Gemperle - Lang-SM und mehr

24.09.2007

Home
Neuigkeiten
Portrait
Programm
Sponsoren
Archiv

Links
OLK Argus
FANtastisch

 

Lang-SM und mehr

Von Freitag bis Sonntag standen bei mir drei Testläufe für das Weltcupfinal auf dem Programm. Gleichzeitig war der Samstag ein Wertungslauf des Biofarm-Cups und der Sonntag die Schweizermeisterschaft wo ich als Titelverteidigerin am Start stand.

Aber alles der Reihe nach. Am Montag und Dienstag hatte ich meine letzten sCOOL-Etappen dieses Jahres. Ich war ziemlich geschafft und froh, dass es nun bis zum Weltcupfinal ruhiger wird. Für die Testläufe blieb für eine gezielte Vorbereitung nicht mehr viel Zeit. Da ich ab Mittwoch endlich wieder mehr Zeit hatte fürs Training wollte ich die trotz drei Wettkämpfen am Wochenende auch nutzen, dies alles natürlich auch im Hinblick aufs Weltcupfinal.
Auf den Sprint vom Freitag freute ich mich. Das Gelände sah spannend aus und bei diesem Wetter; einfach herrlich da OL zu machen.
Technisch hatte ich einen guten Lauf. Die eine oder andere Schrecksekunde, wenn etwas plötzlich nicht ganz so ist wie vorgestellt, gehören beim hohen Sprinttempo dazu. Läuferisch war ich ziemlich am Limit, doch über diese Distanz und Länge konnte ich mich durchkämpfen.
Karte Waldau Schärmewald

Am Samstag wartete dann schon das nächste Bijou auf uns. Auch wenn dieses Gelände nicht zu denen gehört, die am besten zu mir passen, es war herrlich! Ich hatte eigentlich vor allem Respekt vor dem ersten Teil unserer Bahn, wo genaues Kompasslaufen gefragt war. Da die Sicht aber hervorragend war und ich eben auch meinen Kompass ab und zu voll im Griff habe, gelang mir bis zum Wechsel in die Gräben ein sehr guter Lauf. Dann schlichen sich zweimal kleinere Routenwahlfehler ein, die sich zeitlich recht gross auswirkten. Von 9 zu 10 wäre ich besser wieder auf die Fläche hinaufgestiegen und obern durch den Graben als quer. Bei der rasanten Abfahrt auf dem Gesäss in den Graben hinunter zerriss ich auch noch die Karte. Zum Glück hatte ich noch alle Teile und konnte nachdem ich die Dreckschicht abgekratzt hatte auch wieder etwas sehen. Ein ähnlicher Fehler machte ich von 11 zu 12 als ich mich zu tief in den Graben hinunter fallen liess und nachher die Steilwand hinaufkraxeln musste. Mit diesen Fehlern reichte es dann nur zum 7. Rang und somit auch zu keinem Biofarm-Sack.
Karte Chuderhüsi

Meinen Titel vom letzten Jahr zu verteidigen war ein zu hohes Ziel für am Sonntag. Doch um einen Podestplatz wollte ich mitkämpfen. Auch der Toppwald ist nicht mein Lieblingswald doch wusste ich unterdessen, dass ich trotzdem gute Resultate zeigen kann. Von den Fehlern am Samstag hatte ich hoffentlich etwas gelernt und wollte heute besser nach Umlaufrouten Ausschau halten. Der Anfang war wieder ganz ok. Läuferisch musste ich in den Steigungen zwar von Beginn weg leiden und fühlte mich gar nicht fit. Doch das schlechte Gefühl sollte mich nicht von einem technisch guten Lauf abhalten! Zu Posten 7 war es dann trotzdem wieder passiert: ich hatte die Route nicht wirklich fertig geplant und als ich auf der Strasse rannte merkte ich plötzlich, dass ich jetzt eben die Umlaufroute um die Gräben verpasst hatte. Ich war aber schon zu weit und es gab keinen Ausweg mehr, ab durch den Graben!! Bei Posten 9 wurde ich dann von Martina eingeholt. Meine Route war wohl auch da wieder nicht ganz ideal...
Überrascht war ich nicht, als Martina kam und ich wollte eigentlich ein paar Posten weit von ihr profitieren. Doch leider erwischte ich gerade nach Posten 9 einen Ast ins Auge. Zuerst dachte ich, dass ich etwas Dreck im Auge habe und das mit viel Blinzeln und vorsichtigem Reiben dann wieder weggeht. Gleichzeitig versuchte ich an Martina dranzubleiben. Schon bald merkte ich, dass wohl meine Kontaktlinse doch wieder kaputt ist (nicht zum ersten mal in dieser Saison...) und ich mit dieser eingeschränkten Sicht bis ins Ziel kommen musste. Auf der Karte etwas zu sehen war kein Problem, doch der Boden war nicht mehr scharf und so hatte ich auch keine Chance, quer mit Martina mitzuhalten. Ich musste sie ziehen lassen und mich auf möglichst gut belaufbare Wegrouten bis ins Ziel kämpfen. Dort bestätigte sich dann auch, dass meine Kontaktlinse einen Riss hatte und so ihren Dienst natürlich nicht mehr erfüllte. Schade, doch für einen Podestplatz wäre es auch ohne dieses Malheur knapp geworden.
Karte Toppwald

Nun bleiben mir noch knapp zwei Wochen um meine Form fürs Weltcupfinal zu finden. Eine kurze Zeit, doch vor allem für einen guten Sprint sollte ich bis dann bereit sein. Ich hoffe natürlich auf viele Fans vor Ort!!

<<< zurück