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Sara Gemperle - Nordmeisterschaft

09.05.2007

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Nordmeisterschaft in Bornhom, Dänemark

Am Dienstag nach dem Tiomila fuhren wir mit der Fähre nach Bornholm, die dänische Sonneninsel mit Mittelmeerklima (laut Reiseführer, diese Woche war es wirklich so.)
 In vier Tagen standen vier Wettkämpfe auf dem Programm, ein hartes Programm also. Die Reihenfolge war mal etwas anders als normal mit Sprint, Staffel, Mittel und Lang.

Der Sprint war in Gujhem, einem kleinen Städtchen am Meer. Es war ein ideales Sprintgelände mit viel Abwechslung. Ich hatte unterwegs läuferisch ein schlechtes Gefühl und war im Ziel ziemlich enttäuscht über meinen Rückstand. Bei der Auswertung kam dann aber heraus, dass ich läuferisch gar nicht gross verloren hatte, sonder dass sich neben die drei kleinen Postenraumfehler, von denen ich natürlich schon wusste, zwei Routenwahlfehler eingeschlichen hatten. So war dann die Enttäuschung über die läuferische Form etwas kleiner und ich wieder zuversichtlicher, dass ich auf der Staffel-Startstrecke mithalten kann.

 Karte Sprint


Am nächsten Tag stand ich dann also am Massenstart und wusste noch nicht, dass es ein für mich rabenschwarzer Tag werden wird. Auf dem Weg zum ersten Posten fühlte ich mich gut, konnte das Tempo für mich überraschen gut mithalten. Ich schaute für mich und kam bis knapp vor den Posten ohne Probleme, doch dann liess ich mich doch verunsichern und mitziehen zur falschen Gabelung. Alles noch nicht so schlimm, waren wir doch ca. 5 Läuferinnen, die das machten. Zum dritten Posten entschied ich mich dann für die Umlaufroute, die richtig ausgeführt sicher nicht schlecht wäre, doch der grosse Parallelfehler  unterwegs liess mich ans Ende des ganzen Feldes zurückfallen. Während den nächsten Posten versuchte ich ruhig zu laufen, mich wieder etwas nach vorne zu arbeiten. Ich merkte aber bald, dass ich kaum folgen konnte und meine Beine richtig sauer waren. Der Sauerstoff fand den Weg nicht mehr durch meine Lungen in die Beine. Ich wusste, dass ich etwas riskieren musste um eventuell wieder weiter nach vorne zu kommen und entschied mich, eine weitere Umlaufroute zu nehmen. Leider erwies sich die auch diesmal nicht schneller. Ab da war es nur noch ein Kampf gegen mich selber, der Versuch mit total übersäuerten Beinen so schnell es geht vorwärts zu kommen. Mein Leistungsasthma hat mir zusammen mit den Pollen ein riesiges Handicap an genau diesem Tag geschaffen. Tja, man kann es sich eben nicht aussuchen, wann der Körper nicht so will wie der Kopf.
Meine beiden Staffelkolleginnen, und da ganz speziell Simone auf der Schlussstrecke, haben aus der Situation wirklich noch alles herausgeholt und mir eine Silbermedaille erlaufen. Nur die Freude bei mir war irgendwie nicht sehr gross....dafür die Frage, was wäre gewesen wenn umso länger im Kopf present.


ganze Karte Staffel

Lange Zeit zum grübeln und überlegen blieb nicht. Am Tag darauf ging es weiter mit der Mitteldistanz. Ein für Dänemark wirklich ungewohnt schönes und interessantes Gelände wartete auf uns. Ich fühlte mich läuferisch noch nicht viel fitter, konnte mich aber mit dieser Situation als Einzelläuferin natürlich besser abfinden.
Technisch war ich mit ein paar kleinen Unsicherheiten ganz zufrieden. Irgendwie gehört es in Dänemark bei mir zur Mitteldistanz, dass ich mindestens einen Posten einfach nicht sehe, obwohl ich fast auf ihm stehe. Wie an der WM-Quali war es auch diesmal so. Ich sah den Stein, an dem mein Posten stand, nicht hinter einem Busch.

Karte Mittel

Der letzte Tag: Langdistanz. Ich war schon selten, am Morgen wenn ich aus dem Bett sollte noch so kaputt. Es ging noch anderen so, und so sassen Fränä und ich vor unseren Tellern und wussten nicht, wie wir es schaffen sollten, das Frühstück zu essen.
Mit dem Frühstück nach langer Zeit dann doch im Bauch ging es aber immer besser und ich war überrascht, dass sich meine Beine beim Einlaufen richtig gut anfühlten. Über die Langdistanz hatte ich dann erwartungsgemäss auch nicht mehr gross Probleme mit meinem Asthma, da das Tempo tiefer war. Etwas mehr forciert hätte ich aber auch da gerne. Technisch lief es gut, einzig die kleinen Routenwahlen waren manchmal nicht ideal. So war ich im Ziel ganz zufrieden, wusste aber auch, dass sich der Waldboden mit Buschwindröschen und Gras zu einer wahren Autobahn verwandeln würde. Ein Vorteil hatte aber meine frühe Startzeit: ich konnte vor der Heimreise noch gemütlich mein Mittagessen geniessen....



ganze Karte Lang


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