Argus Spitzensport
Sara Gemperle - Spring Cup

30.03.2006

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Spring Cup Dänemark

Nach den Trainingstagen in Rebild (siehe Fotobericht) fuhren wir direkt weiter an den Spring-Cup. Da ich vor allem aus Zeitmangel keinem nordischen Klub angehöre, startete ich zusammen mit Franziska Wolleb und Caroline Cejka unter orienteering.ch. Willi Streuli unterstützt uns dieses Jahr bei den grossen Staffeln.
Zuerst stand aber der Einzellauf auf dem Programm. Die Voraussetzungen waren nicht gerade berauschend. Schon am Wochenende zuvor am Welsiker OL kämpfte ich gegen eine Grippe und so ging es die ganze Woche weiter. Vor allem meine Bronchien, eindeutig mein Schwachpunkt als Leistungsasthmatikerin, bewegten sich ganz und gar nicht schmerzfrei.
Ich entschied mich trotzdem zu starten, und dies mit einer frühen Startzeit. Ein weiteres Handicap, hatte es doch im ganzen Laufgebiet noch mindestens 10 cm wenn nicht eher noch etwas mehr Schnee. Auch wenn sicher schon 30 Läuferinnen vor mir im Wald waren, stapfte ich teilweise als erste durch den Schnee, und das nicht etwa nur neben der Idealroute.
So hatte ich das Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen. Dieses schlechte Gefühl nagte dann auch an meiner Konzentration und so schlichen sich ein paar kleine, unnötige Postenraumfehler ein. Daraus resultierte ein Rang weit hinten, mit dem ich natürlich alles andere als zufrieden bin.

>>>Laufkarte Einzel

Am Sonntag war dann die Staffel auf dem Programm. Caro und Fränä kamen beide nicht ganz ohne Fehler durch, machten aber ihre Sache auf den ersten beiden Strecken ganz gut.
Kaum war ich auf die Schlussstrecke gestartet, begann es stark zu schneien, zusätzlich zu den schon gut 15 cm Schnee im Wald. Nun sah ich, wie "schöne" Weglein im Wald entstehen.
Am Anfang lief alles wie am "Schnürchen". Ich erwischte die richtigen Spuren und kontrollierte die Richtung. Ab Posten 46 hörten dann die Weglein auf, die ersten beiden Strecken bogen dort ab zu Posten 50. Dadurch wurde es zwar anstrengender, aber noch hatte ich alles im Griff, bis wir dann auf die Herrenbahn mit ihren Spuren einschwenkten. Von Posten 62 her hatten die ebenfalls die Gabelungen (ich hatte 67) und gingen dann aber zu 69. Ich nahm dann leider ebenfalls die Spur zu 69 auch wenn ich zu 74 sollte. Beim Posten habe ich mich dann falsch aufgefangen, weiter gesucht, raus auf den Weg, wieder falsch aufgefangen, weiter gesucht, bis ich dann nach einigen Minuten einfach mal den anderen Frauen entgegen lief, bis ich doch noch meinen Posten fand.
Dies kostete mich viel Zeit und vor allem auch viel Konzentration. Zusätzlich begann ich mit dem Schneefall und teilweise fast Hagel auch immer mehr zu frieren. Ich hätte nun sehr viel dafür gegeben, hätte ich eine warme Mütze aufgehabt. So suchte ich in der Folge dann fast jeden Posten.
Leider verloren wir damit auch sehr viele Ränge. Bei Posten 10 war ich noch mit Läuferinnen unterwegs, die dann um Rang 15 ins Ziel kamen. Das wäre durchaus möglich gewesen, so weit vorne zu sein.
So freuten wir uns dann alle, zurück in die Schweiz zu fliegen. Nicht nur ich hatte langsam aber sicher genug vom Schnee und OL im Schnee, der nicht wirklich viel mit OL zu tun hat.

>>>Laufkarte Staffel

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