Argus Spitzensport
Sara Gemperle - Spring Cup

28.03.2007

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Spring Cup Dänemark

Nach nur 4 Tagen OL-Trainings im Tessin ging nun also meine OL-Saison in Dänemark so richtig los mit dem Spring-Cup. Gleichzeitig war es auch mein erster Einsatz für meinen schwedischen Klub Leksands OK. Durch den vielen Schnee in der Schweiz am Freitag hatten wir (ich und meine zwei Leksand-Kollegen Andreas Rüedlinger und Stefan Lombriser) einige Probleme überhaupt nach Dänemark zu fliegen. Früher oder später hatten es dann alle geschafft.
Die Wettkämpfe waren für einmal nicht in der Umgebung von Hilleröd sondern in Roskilde, im gleichen Wald wie die EM-Qualis 2004.
Am Samstag startete ich ganz schlecht. Nachdem ich die ersten zwei Posten schon mehr als eine Minute gesucht habe, merkte ich dann, dass ich nun also nicht mehr nur rennen sollte. Ich schaltete meinen Kopf ein und fortan ging es um einiges besser. Läuferisch fühlte ich mich nicht wirklich fit. Um in der Rangliste weit vorne zu sein, musste man jedoch ein sehr schnelles Tempo laufen, da der Wald extrem schnell belaufbar war und zusammen mit der guten Sicht kaum Fehler gemacht wurden. Die schlechte Startphase ärgerte mich natürlich, doch mit dem Rest war ich für den ersten Ernstfall doch ganz zufrieden.
Den Rest des Tages blieb dann endlich Zeit, um meine neuen Klubkollegen kennenzulernen und über gemeinsame Erlebnisse, wie die Junioren-WM's vor vielen Jahren, zu erzählen.
Nicht fehlen durfte natürlich auch die Vorbereitung auf die Staffel. Obwohl Karin Schmalfeld und Petra Thomasson schneller waren im Einzel, blieben wir dabei, dass ich in der Staffel die Schlussstrecke laufen soll.
Und sie starteten sehr gut, Petra kam als erste von der Startstrecke zurück. Karin baute mit der Läuferin von Skogsfalken zusammen den Vorsprung auf die restlichen Teams auf gut drei Minuten aus. Eine Vorlage, mit der ich insgeheim auch gerechnet habe, doch damit zu starten war dann schon speziell. Mit dem TracTrac auf dem Rücken ging es also los. Mein Ziel war klar: ich wollte mich nach vorne orientieren und um den Sieg kämpfen! Die Lücke nach hinten sollte reichen, dass niemand mehr auflief.
Beim ersten Posten hatte ich dann schon mal die langsamere Gabelung. Da aber Sofia Olsson von Skogsfalken zum zweiten einen Fehler machte, konnte ich dort trotzdem knapp die Führung übernehmen. Da ich nachher vorne lief (und dabei auch das Gefühl genoss, in Führung zu laufen), merkte ich nicht viel von den Gabelungen, konnte aber mit wohl eher kürzeren meinen Vorsprung für ein paar Posten auf eine halbe Minute ausbauen. Dann machte ich leider einen Fehler beim Weglaufen von Posten 9. Und ich war nicht die erste: Karin schaute beim TracTrac im Ziel zu und musste mit ansehen, wie ich den genau gleichen Fehler mache wie sie zuvor...
So reihte ich mich wieder hinter Sofia ein, in der Folge immer mit Sichtkontakt aber nicht mehr ganz an ihren Fersen. Meine Beine liessen zu wünschen übrig und ich musste extrem kämpfen. Kurz vor dem Zuschauerposten erwischte ich nochmals die langsamere Gabelung. Es sah distanzmässig gar nicht so aus, doch die zusätzlichen Höhenmeter zu meinem Posten waren zuviel für mich. Ich wusste, dass mich nun nur noch ein Fehler von Sofia in Führung bringen kann und hatte mehr und mehr Angst, dass von hinten vielleicht doch noch jemand kommt. Kaum hatte ich den Zuschauerposten passiert, begann der Speaker dann auch schon von Simone Niggli zu sprechen....also nochmals volle Konzentration, alles aus meinen müden Beinen herausholen und einfach ja nicht zurückschauen.... So kam ich fehlerfrei über die kurze Schlussrunde. Beim letzten Posten schaute ich dann doch noch zurück und war mehr als froh, dass ich nichts bekanntes auftauchen sah, denn der Zieleinlauf war lang, zuerst sumpfig und dann einen steilen Hügel hinauf. Unten am Hügel erwarteten mich Petra und Karin um mit mir einzulaufen und mir den Vorsprung auf Simone zu melden. So retteten wir uns als zweite mit einer halben Minute Vorsprung auf die dritten ins Ziel.
Mit einem Podestplatz beim ersten Staffeleinsatz für Leksands OK bin ich und auch meine beiden Staffelkolleginnen sicher zufrieden, auch wenn ich dem möglichen Sieg noch etwas nachtrauere. Ob ich diese Chance so bald wieder haben werde.....
Total müde aber mit vielen neuen Erfahrungen reiste ich in die Schweiz zurück. Es war ein tolles Wochenende mit schönem Wetter, ohne Schnee und mit einem super Klub.


Karte Spring-Cup Staffel
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