Nat. A Tête Plumée
Nach dem Sprinttestlauf am Samstag in Lausanne starteten wir am Sonntag
zum zweiten Testlauf über die klassische Distanz. Weil es auf dem
Chaumont noch zuviel Schnee hatte, durften wir nicht mit der Bahn
hinauffahren und einen Abfahrts-OL laufen. Der Start wurde nach unten
verlegt. Statt mit der Bahn zu fahren, starteten wir jetzt genau
darunter.
So hatte unsere Bahn dann ein paar Höhenmeter mehr, die ich schon bald
zu spüren bekam. Aber alles der Reihe nach. Ich wusste, dass ich
momentan läuferisch nicht mithalten kann, zu sehr bremste mich meine
schon ziemlich alte Erkältung, mein "Sauerstofftransport" war nicht
ideal. So musste ein technisch guter Lauf her, um die Chancen auf die EM
intakt zu halten.
Der Einstieg gelang mir gut, dachte ich jedenfalls unterwegs. Erst
nachher merkte ich, dass ich von 1 zu 2 die Schneise übersehen habe und
oben auf dem Weg eine etwas längere Route lief. Zum vierten Posten kam
der "Berglauf". 175m Höhe waren zu erklimmen. Ich versuchte es in
Etappen zu machen, zwischendurch immer wieder ein paar Meter flach auf
der Strasse.
Beim fünften Posten kam dann eine kleine Suchaktion dazu. Ich weiss
heute noch nicht, wo ich genau war, was ich gesehen habe und was auf der
Karte ist, passen nicht zusammen. Tja, ich merkte es schnell und habe
gut korrigiert, die einzige mit Problemen bei diesem Posten war ich
jedenfalls nicht. Weiter ging es dann zum Schmetterling. Die Posten
selber waren nicht schwierig, die Herausforderung war mehr, wirklich
immer zum richtigen Posten zu lesen und die vielen kleinen Weglein zu
treffen. Es klappte bei mir ganz gut, doch dann wurde ich langsam müde.
Von 13 zu 14 habe ich die für mich wohl eher schnellere Strassenroute
nicht gesehen. So kannte ich aber die Weglaufrichtung zu Posten 15 schon
genau. Im Postenraum war ich dann etwas verwirrt von den vielen Bändern
und Absperrungen des Übergangs, so dass ich zuerst zum falschen Posten
lief. Eigentlich war mir schon klar, dass es nicht meiner ist.....
Bis 18 lief dann alles wieder gut, doch dann schaltete der Kopf zu früh
aus! Ich hatte ein Weglein verpasst und kam viel zu tief auf die
Strasse. Nun hätte ich viel besser auf die untere Route auf dem
ausgesparten Weglein durchs Sperrgebiet gewechselt. So flexibel war ich
aber nicht. Das bedeutete ein paar Höhenmeter zuviel und zu viele
wichtige Sekunden Zeitverlust. Dieser Fehler ärgerte mich dann doch
ziemlich. Alles andere, wie eine kleine Suchaktion bei Posten 5 oder
eine nicht ganz ideale Route zu 14 können und dürfen passieren.
Mit dem fünften Rang bin ich nicht zufrieden, doch momentan liegt nicht
mehr drin.
Nun bin ich froh, dass ich zwei Wochen Zeit habe, um nochmals eine gute
Trainingsphase einzuschalten und für den letzten Testlauf in Estland am
15. April bereit zu sein.
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