Argus Spitzensport
Sara Gemperle - Treslag

23.01.2006

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Treslag

Als Abwechslung im Wintertraining stand die Treslag-Staffel auf dem Programm. Nachdem ich nun für Wochen meine Runden alleine im Wald und Schnee drehte, freute ich mich darauf, das Staffelfeeling zu erleben.
Mit Marco Lüscher und Chregi Ott hatte ich 2 gute Männer im Team und wir wollten natürlich um die vordersten Plätze mitreden. Nach der Startstrecke lagen wir mitten im grossen Pulk von vielen Läufern etwa an zwölfter Stelle. Ich schnappte mir meine Karte und war nicht gerade erfreut, soviel grün zu sehen. Es ging gleich richtig zur Sache, mitten durch Kahlschläge und Dickichte. Der erste Posten war für mich auf der Karte nicht sehr schwierig, nur unterschätzte ich, dass im Winter die Dickichte nicht immer so klar sind, wenn es keine Blätter hat. Ich rannte also einfach los und dachte, dass mich die riesige grüne "Wand" vor dem ersten Posten dann schon bremsen wird......ich war schon mitten im dunkelgrün drin, es war recht gut belaufbar. Nachdem wir dort zu dritt eine Weile herumkreisten ging es weiter mit der Aufholjagd nach ganz vorne. Nach dem zweiten Posten entschied ich mich für die Umlaufroute. Die war super, doch leider vergab ich diesen Zeitgewinn gleich wieder mit einem Schwenker beim dritten Posten. Bis Posten acht lief dann alles nach Plan und ich konnte mich langsam nach vorne arbeiten. Nur waren da eben auch nicht nur langsame Läuferinnen und so war ich bei Posten 8 etwa an sechster Stelle. Dort entschied ich mich für eine weitere Umlaufroute und die war so gut, dass ich mich bis auf den zweiten Zwischenrang vorarbeiten konnte.
Dann machten meine zwei Männer ihre Sache auf den nächsten beiden Strecken sehr gut und ich konnte beim zweiten Mal schon als siebte mit nur einer Minute Rückstand auf die Spitze los. Nun wusste ich schon wie grün die Karte ist und liess mich nicht mehr davon überraschen. Wieder ging es zuerst durchs Dickicht, doch nach dem ersten Posten folgte eine längere Strassenpassage bis zum nächsten Waldteil. Das war nun natürlich mein Gebiet. Ich wusste, dass ich auf der Strasse schneller laufen kann als alle vor mir gestarteten. So holte ich bis zum zweiten Posten schon ziemlich viel auf und ab dem vierten Posten lag ich alleine in Führung. Wobei alleine nicht ganz richtig ist, hatte es doch viele Männer von der vierten Strecke unterwegs und die hatten ab Posten fünf die gleiche Bahn.
Im Ziel konnte ich Chregi als ersten mit einer guten Minute Vorsprung auf die folgenden Läufer losschicken. Da es keinen Zuschauerposten hatte, warteten wir gespannt beim Ziel, wer nach gut 20 Minuten als erster auftauchen würde. Dani Hubmann war es, er war zu schnell unterwegs. Chregi musste sich auch mit einem guten Lauf knapp überholen lassen.

>>>Laufkarte 1
>>>Laufkarte 2

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