Treslag
Als Abwechslung im Wintertraining stand die Treslag-Staffel auf dem
Programm. Nachdem ich nun für Wochen meine Runden alleine im Wald und
Schnee drehte, freute ich mich darauf, das Staffelfeeling zu erleben.
Mit Marco Lüscher und Chregi Ott hatte ich 2 gute Männer im Team und wir
wollten natürlich um die vordersten Plätze mitreden. Nach der
Startstrecke lagen wir mitten im grossen Pulk von vielen Läufern etwa an
zwölfter Stelle. Ich schnappte mir meine Karte und war nicht gerade
erfreut, soviel grün zu sehen. Es ging gleich richtig zur Sache, mitten
durch Kahlschläge und Dickichte. Der erste Posten war für mich auf der
Karte nicht sehr schwierig, nur unterschätzte ich, dass im Winter die
Dickichte nicht immer so klar sind, wenn es keine Blätter hat. Ich
rannte also einfach los und dachte, dass mich die riesige grüne "Wand"
vor dem ersten Posten dann schon bremsen wird......ich war schon mitten
im dunkelgrün drin, es war recht gut belaufbar. Nachdem wir dort zu
dritt eine Weile herumkreisten ging es weiter mit der Aufholjagd nach
ganz vorne. Nach dem zweiten Posten entschied ich mich für die
Umlaufroute. Die war super, doch leider vergab ich diesen Zeitgewinn
gleich wieder mit einem Schwenker beim dritten Posten. Bis Posten acht
lief dann alles nach Plan und ich konnte mich langsam nach vorne
arbeiten. Nur waren da eben auch nicht nur langsame Läuferinnen und so
war ich bei Posten 8 etwa an sechster Stelle. Dort entschied ich mich
für eine weitere Umlaufroute und die war so gut, dass ich mich bis auf
den zweiten Zwischenrang vorarbeiten konnte.
Dann machten meine zwei Männer ihre Sache auf den nächsten beiden
Strecken sehr gut und ich konnte beim zweiten Mal schon als siebte mit
nur einer Minute Rückstand auf die Spitze los. Nun wusste ich schon wie
grün die Karte ist und liess mich nicht mehr davon überraschen. Wieder
ging es zuerst durchs Dickicht, doch nach dem ersten Posten folgte eine
längere Strassenpassage bis zum nächsten Waldteil. Das war nun natürlich
mein Gebiet. Ich wusste, dass ich auf der Strasse schneller laufen kann
als alle vor mir gestarteten. So holte ich bis zum zweiten Posten schon
ziemlich viel auf und ab dem vierten Posten lag ich alleine in Führung.
Wobei alleine nicht ganz richtig ist, hatte es doch viele Männer von der
vierten Strecke unterwegs und die hatten ab Posten fünf die gleiche
Bahn.
Im Ziel konnte ich Chregi als ersten mit einer guten Minute Vorsprung
auf die folgenden Läufer losschicken. Da es keinen Zuschauerposten
hatte, warteten wir gespannt beim Ziel, wer nach gut 20 Minuten als
erster auftauchen würde. Dani Hubmann war es, er war zu schnell
unterwegs. Chregi musste sich auch mit einem guten Lauf knapp überholen
lassen.
>>>Laufkarte 1
>>>Laufkarte 2
<<< zurück
|