Argus Spitzensport
Sara Gemperle - Weltcupfinal Frankreich

10.10.2006

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Eine ganze Reihe spezielle Erlebnisse hatte die Weltcupfinal-Woche in Frankreich zu bieten. Darunter natürlich mein erster Einzel-Podestplatz und ein weiterer mit der Staffel. Doch auch weniger erfreuliche Erlebnisse gab es mehr als mir lieb waren.
1. Erlebnistag: Mitteldistanz-Quali
Ein spezielles Gelände forderte uns schon ziemlich heraus. Es war nicht ganz das, was wir erwartet hatten, doch schwierig war es auch. Der erste Teil in tiefen, felsigen Gruben und vielen Dornen sowie der zweite Teil im feincoupierten, grünen Gelände. Mit dem zweiten Rang in meinem Feld hatte ich mir eine super Startzeit für den Final gesichert.

Karte Mittelquali

2. Erlebnistag: Mitteldistanz-Final
Für mich war der Wettkampf heute nach gut 20 Minuten einlaufen fertig. Wegen Sturm und bereits fallenden Bäumen im Zielgebiet wurde der Wettkampf abgebrochen. So sassen wir den Rest des Tages ohne Strom herum und vertrieben uns die Zeit mit lesen.

3. Erlebnistag: Sprint-Final
Aus verschiedenen Gründen wurde der Quali abgesagt und gleich zum Final gestartet. Das Gelände bot einen richtig kniffligen Sprint. Dornige Waldteile, Wiesen, schnelle Waldteile, felsiger Wald wechselten sich ab. Mir gelang ein annähernd fehlerfreier Lauf und es reichte zu meinem ersten Einzelpodestplatz im Weltcup!!!


Karte Sprint

4. Erlebnistag: Langdistanz-Final
Eine riesige A2-Format-Karte führte uns durch das Vulkangebiet. Es war alles dabei, lange Routenwahlen, auf denen man alle möglichen Weglein suchen musste, ein Schmetterling mit kurzen, schwierigen Posten, eine Stromleitung die ich als Nordlinie brauchte, ein Geländewechsel in flache Föhrenwälder gegen Ende und eine riesige Wildsau, die meinen Weg kreuzte. Leider machte ich viele Fehler und steckte da eine oder andere Mal mehr als nötig in den Steinfeldern fest. Das es doch noch zu einem eigentlich ganz guten 11. Rang reichte, überraschte mich.
Kartenausschnitt Langdistanz

5. Erlebnistag: Mitteldistanz-Final
Zum zweiten Mal startete nun also der Mitteldistanzfinal. Neue Bahnen wurden gelegt und starten konnten nun, weil es das Weltcupfinal war alle. Es war ein sehr schwieriger Wald. Bis zu Posten 7 kam ich ganz gut zurecht. Ich war nicht immer auf der Idealroute, wusste aber immer ziemlich genau, wo ich bin. Doch bei Posten 8 war es dann passiert. Ich hatte, schon kaum war ich ab dem Weg, keine Ahnung mehr, wo ich bin. Alles drehte und der Kompass zeigte völlig anders als mein Gefühl meinte. Ich hatte gerade noch Glück im Unglück und sah den Posten, als ich mich hinten an den Felsen auffangen wollte. zu Posten 10 nochmals dasselbe. Ich kann jetzt im Nachhinein nicht mehr sagen, wie ich zu diesem Posten kam....
Trotz diesem schlechten Lauf konnte ich meinen 8. Rang im Gesamtweltcup halten.

Karte Mitteldistanz

6. Erlebnistag: Staffel
Wir erwarteten eine spezielle Staffel. Das Zielgelände kannten wir bereits vom Mitteldistanzfinal. Der Wald war mehr oder weniger der gleiche, also seeeeehr schwierig. Ich machte die Startstrecke, war nervös wie schon lange nicht mehr....
Zum ersten Posten schaute ich für mich, hatte ihn schon etwas überlaufen, schaute aber im richtigen Moment nochmals retour. Danach war ich bis zu Posten 7 mit der Finnin unterwegs. Sonst sah ich die ganze Zeit niemand und wusste nicht, wie ich im Rennen lag. Technisch lief es aber um Welten besser als am Vortag. Eine kleine Schrecksekunde hatte ich nur, als ich beim achten Posten von gestern vorbeilief und an meine damalige Suchaktion erinnert wurde. doch diesmal hatte ich alles im Griff, stand immer wieder hin um die Karte ganz genau zu lesen. Bei Posten 8 hatten wir dann verschiedene Gabelungen und ich merkte es erst zu spät. So machte ich einen kleinen Fehler, doch dann lief alles wieder wie am Schnürchen und ich konnte als zweite mit gut einer Minute Rückstand auf Finnland 2 an Martina übergeben. Wie wir schon wussten, kann in diesem Gelände alles passieren. Auch Martina und Simone auf der Schlussstrecke mussten das merken. Doch die ganz grossen Fehler konnten wir alle drei verhindern und unser Ziel eines Podestplatzes erreichen. Der zweite Podestplatz dieser Woche war ein schöner Abschluss der internationalen Saison.


Karte Staffel
 

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