Argus Spitzensport
Sara Gemperle - Weltcup und Venla

20.06.2007

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Weltcupsprint in Lapua und Venla/Jukola

Mitten in der Saison einen Monat ohne News lässt darauf schliessen, dass mir ganz einfach die Zeit fehlt. Es ist viel geschehen in diesen Wochen, mehr dazu hier...

Mit wieder mehr Selbstvertrauen als auch schon folgte nach den Meisterschaften im Tessin an Auffahrt der 5000er auf der Bahn. Leider war dies bereits der nächste Frust: nach der Hälfte der Distanz habe ich das Rennen aufgegeben. Es war kaum zu glauben, wenn es nicht die Pollen sind, die bei dem Regenwetter an diesem Tag alle weggeschwemmt waren, machte sich zur Abwechslung mein "normales" Leistungsasthma sehr stark bemerkbar.

Nach ein paar Tagen Training liess ich mich dann von Eline für den Pfingstlauf überreden. Bei den Piccolos gibt es für jeden einen Pokal, auf den wollte Eline natürlich nicht verzichten. Da ich nicht nur zuschauen wollte, lief ich selber auch, nicht für einen Pokal sondern um das Preisgeld!!! Eine sehr spezielle Startzeitenverteilung mit Frauen 20 und 30 drei Minuten vor Frauen 40 und 50 führten zu einem etwas komischen Rennen. Ich wusste, dass meine Gegnerinnen um den Tagessieg bei den Frauen 40 drei Minuten nach mir starteten und so war es für mich ungefähr wie an einem OL. Ich rannte alleine voraus und wusste, dass sie mich von hinten verfolgen. Mit meinem einsamen Rennen lief ich zwar als erste aber eben dann nicht als schnellste ins Ziel. Es war trotzdem wieder einmal ein positives Zeichen meines Formstandes!!

Zwei Tage später ging es dann für eine Woche in die Ukraine. Für mich war es das erste Mal und ich erlebte doch die eine oder andere Überraschung. Positiv überraschte teilweise das Gelände mit turboschnellen, feincoupierten Wäldern und natürlich das Wetter! Eher negativ überraschte der andere Geländetyp mit viel Brennnesseln, Abfall und frei herumlaufenden Hunden. Für mich doch sehr gewöhnungsbedürftig war, dass man kein Wort versteht, weder gesprochen noch geschrieben!!!

Eine Woche später folgt die nächste Reise nach Finnland. Mit einem Sprint-Weltcup und der Venla-Staffel warteten zwei Highlights auf mich.
Leider wurde aus dem Sprint zumindest im Final wieder ein "Asthma-Fiasko" und aus der Venla ein "Fehler-Fiasko".
Beim Weltcup lief am Morgen bei der Quali alles wunderbar, technisch fehlerfrei und mit einem lockeren Gefühl konnte ich ein Wettkampf mit einem guten Tempo laufen. Ich erholte mich durch den Tag auch wirklich gut, wenn auch der Kartoffel-Auflauf nicht gerade mein Wunschmenü war. Top motiviert und mit einem super Gefühl machte ich mich auf den Weg zum Vorstart-Gelände. Das war dann leider auf einer frisch gemähten Wiese.....zuviel für meine Lunge!
Ich spürte von Beginn an, dass ich nicht mein Tempo laufen kann und wurde ohne wirklich Fehler gemacht zu haben schon bei Posten 8 von der nächsten Läuferin eingeholt. Gemeinsam machten wir dann zu Posten 10 einen grösseren Umweg, das änderte an meinem so oder so schon schlechten Rang auch nicht mehr viel.
So wurde es einmal mehr ein guter Quali, der mir zeigte, dass ich eigentlich dabei wäre, wenn...... 
Karten Quali und Final

Am Samstag folgte die Venla. Da ich mir nicht so sicher war, wie gut es um meine Form steht, entschieden wir, dass ich auch diesmal nicht die letzte Strecke laufe sondern die dritte. Das Tempo wurde dann aber gar nie ein Thema! Es war so schwierig und ich machte immer wieder Fehler, manchmal kleinere, ab und zu auch grössere. In der grossen Masse der Läuferinnen von der zweiten Strecke war es schwierig, von anderen Läuferinnen der gleichen Strecke zu profitieren. Leider konnte ich mit diesem Lauf nicht viel zu einem guten Resultat beitragen, verlor ein paar Ränge und übergab als 24. an Karin Schmalfeld, unsere Schlussläuferin. Ihr ging es nicht viel besser, ihr kurzer aber klarer Kommentar zu ihrem Lauf: " It was shit!". Trotz allem lief sie noch auf den 18ten Rang.

Auch in diesem Jahr wagte ich mich nach wenig Schlaf um 5 Uhr am Morgen nochmals in den Wald. OLC Kapreolo brauchte noch LäuerInnen und ich startete als Sandro auf die 5te Strecke. Es war ein schönes Erlebnis, auch wenn ich diesmal wieder viel Zeit mich suchen verbrachte.
Karte Venla (durchgezogen) und Jukola (gestrichelt)


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